Guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2009 – die “Silvester-Ansprache” des Admin…

Ich wünsche allen Salseros/Rumberos, allen Liebhabern der lateinamerikanischen und karibischen Kultur und allen, die Salsa-Munich mögen und unterstützen, ein frohes neues Jahr 2009!
(Allen anderen natürlich auch…:) )

Viele sagen ja, dass 2009 so schwer werden wird, dass es vermutlich einer immensen Anstrengung bedarf, den „internationalen Karren wieder aus dem Dreck zu fahren“. Dass eine Zeit der Umbesinnung, der Neuorientierung auf uns zukommt. Dass sich zumindest vieles verändern wird und auch verändern muss.
Dass wir auf einer Art von „Osterinsel“ leben, die früher so dicht bewaldet war, auf der im Moment nur noch ein paar restliche Bäume stehen, das sollte ja den meisten inzwischen bewusst sein. Dass es nur noch weniger Bäume gibt und manchem so langsam dämmert, dass einige wenige Inselbewohner alle Bäume verbrauchen, während der Großteil der Inselbewohner zwar nicht in den Genuss des Holzes kommt, aber bereits die Nebenwirkungen verspürt, die aus dem baumlosen Zustand der Insel resultieren. Wir sollten uns eingestehen, dass wir auf der Seite stehen, die gerade alle Bäume verbrauchen und die auf „Anführer“ und „Clanchefs“ hören, die genau das von uns einfordern. Mit einer fast unüberwindlichen Mauer schützen wir uns vor denen, die das Holz zwar liefern, aber nichts davon haben. Das ist alles leider die Realität.
Es ist ja im Moment fast schon ein wenig Mode, Schreckensszenarien zu entwickeln und es gibt genügend Materialien im Internet, welches alle diese Szenarien, Verschwörungstheorien und „einzigen Auswege“ kommunizieren.
Trotzdem denke ich, dass jetzt eine Zeit gekommen ist, in der die Zeichen so stark geworden sind, dass wirklich jedem so langsam klar wird, dass es auch ihn persönlich betrifft. Dass es nicht irgend was politisches, irgendwas schreckliches in Afrika oder was anderes entsetzliches, weite weit weg ist, von dem man in den Nachrichten hört, kurz die Stirn runzelt, ausspricht, „das ist ja schrecklich“ und dann wieder zum Tagesgeschäft übergeht. Es betrifft wirklich JEDEN von uns. Es reicht auch nicht mit der Sammelbüchse rumzulaufen, einen Benefiz-Event zu organisieren. Das hilft alles nichts, ist nur blinder Aktionismus. Geht nicht an die Wurzel.

Wenn man sich die ganze Situation so bewusst macht, dann kann sich so ein Gefühl der Macht- und Hilflosigkeit einstellen, mit der man vor diesem ganzen Sammelsurium an Problemen steht, von denen jedes einzelne bereits schrecklich genug wäre. Es scheint, man kann so wenig tun. Man sitzt wie das Kaninchen vor der Schlange und guckt ihr hypnotisiert in die Augen, hält sich die Augen zu, weil es ja so schrecklich aussieht, kämpft wie ein verrückter gegen die Windmühlen oder ist sonst irgendwie aktiv, mit dem gleichzeitigen inneren Gefühl der Chancenlosigkeit, was „die Rettung der komplette Osterinsel“ betrifft.

Sicher gibt es keinen einfachen „Ausweg“ in der Form einer technischen oder politischen Lösung oder in Form eines Kampfes gegen einen imaginären Feind den es auszufechten gilt. Für mich lässt sich das Problem nur lösen, indem wir lernen, in Liebe miteinander und mit der Natur umzugehen und dieses Bewusstsein in uns noch viel stärker zu entwickeln. Denn, wenn alle Entscheidungen in diesem Bewusstsein der echten Liebe getroffen werden, dann sind diese Entscheidungen sehr weitreichend, können unter Umständen knallhart sein und sind im Endeffekt nachhaltig zum Wohle aller ausgelegt.

Was mich an der lateinamerikanischen Kultur so fasziniert ist, dass vielleicht kein Geld, dafür aber viele Probleme da sind und man trotzdem fähig ist, zusammen ein fröhliches und ausgelassenes Fest zu feiern. Das Feiern schafft neue Energie und Energie werden wir vielleicht noch brauchen!

Daher wünsche ich uns allen ein von der echten Liebe getragenes Jahr 2009, in dem wir zum gemeinsamen Feiern und Tanzen fähig bleiben!

Admin

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