RUBÉN BLADES
Rubén Blades ist einer der erfolgreichsten Sänger in der Geschichte Panamas. Er fing an als Mitglied verschiedener Bands, die von Ray Baretto und Willie Colón geleitet wurden. Seitdem veränderte er die Salsa sowohl mit seinen anspruchsvollen und politischen Texten als auch mit modernen Arrangements, bei denen er die Blasinstrumente und Percussions durch Synthesizer und Schlagzeug ersetzte. Er gab der zentralamerikanischen Mittelschicht eine Stimme und wird häufig als der Bruce Springsteen Lateinamerikas bezeichnet.
Er wuchs in Panama-City in einem Mittelklasse-Viertel auf. Sein musikalisches Talent erbte er von seinen Eltern. Seine Mutter Anoland, die aus Kuba ausgewandert war, spielte Klavier und sang, sein Vater Rubén, ein Polizist, spielte Bongo. Ruben wurde inspiriert von Frankie Lymon und doo-wop. Er begann jung damit, nordamerikanische Pop- und Rocksongs zu singen. 1963 wurde er Lead-Singer bei den "Saints", einer Band die von seinem älteren Bruder Luis gegründet worden war. Die politischen Konflikte Mitte der 60er in Kuba hatten einen großen Einfluss auf Rubén. Er wurde sich seiner Wurzeln bewusst und sang nur noch in Spanisch.
Einen musikalischen Bogen von der Karibik bis zum Kap Horn spannt der Coro Latino bei seinem diesjährigen Frühjahrskonzert. Folklorelieder verschiedener Länder werden die Seele Lateinamerikas zum Klingen bringen – dabei ist der temperamentvolle Son Cubano ebenso zu hören wie die Ballade aus Argentinien.



